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Unterschiedliche Bauteilgeometrien, wechselnde Schneidaufgaben und steigende Anforderungen an die Anlagenverfügbarkeit prägen die industrielle Metallbearbeitung. Für eine wirtschaftliche Fertigung kommt es zunehmend darauf an, Schneidtechnik, Robotik und einzelne Bearbeitungsschritte aufeinander abzustimmen. Wie sich diese Anforderungen technisch umsetzen lassen, demonstriert Kjellberg Finsterwalde vom 20. bis 23. Oktober 2026 auf der EuroBLECH in Hannover.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Plasmaschneidanlage
iQ 4500 in Kombination mit einem Industrieroboter von Kawasaki Robotics. An verschiedenen Demonstrationsbauteilen zeigt das Unternehmen automatisierte Schneid- und Bearbeitungsprozesse.
Dazu zählen die Bearbeitung eines Klöpperbodens, Rohr- und Lochschnitte sowie unterschiedliche Bearbeitungsschritte an einer Metallplatte. Hier werden unter anderem Kontur- und Fasenschnitte, Einstechvorgänge, Markierungen und Plasmafugenhobeln dargestellt. Auch die Einbindung einer automatisierten Unterpulverschweißnaht wird innerhalb des simulierten Fertigungsablaufs veranschaulicht.
Die Plasmaschneidanlagenreihe iQ-Series ermöglicht Schneidströme bis 450 A und materialabhängig Schneidbereiche bis
130 mm. Kommunikationsschnittstellen und die Bereitstellung von Maschinen-, Diagnose- und Prozessdaten unterstützen die Integration in CNC-gesteuerte und robotergestützte Fertigungsumgebungen.
Kjellberg Finsterwalde verfolgt dabei einen herstelleroffenen Integrationsansatz. Die Schneidtechnik ist darauf ausgelegt, mit unterschiedlichen Führungs-, Robotik- und Automatisierungssystemen zusammenzuarbeiten.
Mit dem Q-Torch Auto Change System für das automatisierte Plasmaschneiden zeigt Kjellberg Finsterwalde, wie sich unterschiedliche Bearbeitungsschritte durch einen automatischen Brennerkopfwechsel effizient miteinander verbinden lassen.
Das System wechselt je nach Schneidaufgabe selbstständig zwischen unterschiedlich bestückten Brennerköpfen. So können beispielsweise Schneiden, Markieren und Plasmafugenhobeln innerhalb eines automatisierten Fertigungsablaufs aufeinanderfolgen.
Der automatische Wechsel reduziert Rüstzeiten und manuelle Eingriffe, unterstützt eine hohe Anlagenverfügbarkeit und steigert die Produktivität.
Mit Kjellberg TorchGuardian bietet die Plasmaschneidanlagenreihe iQ-Series serienmäßig intelligente Funktionen zur Verschleißteilüberwachung und zum Schutz des Plasmabrenners. Die integrierten Technologien überwachen den Zustand der Verschleißteile, visualisieren relevante Statusinformationen und unterstützen eine optimale Nutzung der Verschleißteile sowie planbare Werkzeugwechsel. Das erhöht die Prozesssicherheit und unterstützt eine hohe Anlagenverfügbarkeit, insbesondere bei automatisierten Schneidprozessen.
Für ausgewählte HiFocus-neo-Plasmaschneidanlagen steht zusätzlich das TorchGuardian Modul (TGM) zur Verfügung. Beim Sauerstoff-Plasmaschneiden von Baustahl überwacht es im Schneidstrombereich von 280 bis 400 A automatisch den Zustand der Kathode. Erreicht diese ein kritisches Verschleißlimit, stoppt das Modul den Schneidprozess rechtzeitig und schützt so den Plasmabrenner vor Schäden. Das TorchGuardian Modul ist als Zubehör für neue HiFocus-neo-Plasmaschneidanlagen sowie als anlagenspezifischer Nachrüstsatz für bereits installierte Anlagen erhältlich.
Mit den Luftplasmaschneidanlagen CUTFIRE bietet Kjellberg Finsterwalde Lösungen für manuelle und mechanisierte Schneidanwendungen.
Die mobilen Anlagen eignen sich für Schneidaufgaben in Werkstätten, bei Wartungsarbeiten und auf Baustellen. Die Modelle CUTFIRE 70, 90, 105 und 125 decken Schneidströme von 70 bis 125 A ab. Alle vier Modelle verfügen über eine CNC-Schnittstelle und eine integrierte Markierfunktion, wodurch sie sich sowohl für handgeführte als auch für mechanisierte Schneidprozesse einsetzen lassen.
Auf der EuroBLECH in Hannover können Besucher die Luftplasmaschneidanlage CUTFIRE selbst ausprobieren und am Handschneidtisch 8 und 10 mm starken Baustahl schneiden. So lassen sich Handhabung und Schneidergebnis unmittelbar in der praktischen Anwendung beurteilen.
Mit der Inverterstromquelle KSI 700 und Kjellberg-Stabelektroden demonstriert das Unternehmen manuelle Schweißanwendungen. Darüber hinaus veranschaulicht die robotergestützte Messeanwendung die Einbindung einer automatisierten Unterpulverschweißnaht in einen übergeordneten Fertigungsablauf.
Fachbesucher können sich über die gezeigten Technologien informieren und konkrete Anforderungen an Schneidprozesse, Automatisierung und industrielle Schweißtechnik mit den Experten von Kjellberg Finsterwalde besprechen.
EuroBLECH 2026
20. - 23. Oktober 2026 | Hannover | Halle 13 | Stand D138