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Vergleich zu anderen Trennverfahren

Anwender greifen zwar immer häufiger auf das Plasmaschneiden zurück, trotzdem gibt es natürlich auch andere Alternativen. Dazu zählen das Autogen- und das Laserschneiden, welches beide ebenfalls thermische Trennverfahren sind, aber auch das Wasserstrahlschneiden, welches keinen thermischen Einfluss auf den Werkstoff nimmt. Doch welche Vorteile haben die einzelnen Verfahren? Wie kann sich das Plasmaschneiden gegenüber den genannten Alternativen beweisen? Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass jedes Verfahren seine Daseinsberechtigung hat, da die Anforderungen an das Trennverfahren von der individuellen Schneidaufgabe abhängen. Auch wirtschaftliche Gesichtspunkte können nicht außer Acht gelassen werden. Oftmals gibt es mehrere Möglichkeiten die entsprechende Schneidaufgabe zu lösen. Schlussendlich fällt die Entscheidung oft anhand eines Kostenvergleichs der einzelnen Trennverfahren. Der nachfolgende Überblick informiert über Vor- und Nachteile von Plasma-, Autogen-, Laser- und Wasserstrahlschneiden.

Vorteile Nachteile
  • Hohe Bauteilgenauigkeit im dünnen Blechdickenbereich
  • Schneiden von sehr kleinen Löchern, schmalen Stegen, spitzwinkligen Geometrien; Herstellung komplexer Bauteilkonturen
  • Rechtwinklige Schnittkanten
  • Sehr gute Automatisierbarkeit
  • Äußerst geringer Wärmeeintrag, kein Verzug der Werkstücke
  • Sehr geringe Schnittfugenbreite (0,2 mm bis 0,4 mm)
  • Hohe Schneidgeschwindigkeit im Dünnblechbereich (bis ca. 4 mm)
  • Hohe Invest- und Betriebskosten (hoher Gasverbrauch)
  • Erfordert besondere Materialgüten (Laserbleche)
  • Begrenzter Blechdickenbereich (Baustahl: 20 (25) mm, Hochlegierter Stahl: 15 mm, Aluminium: 10 mm)
  • Unwirtschaftlich bei kleinen Losgrößen
  • Lange Einstechzeiten bei dickem Material
  • Im mittleren Blechdickenbereich keine durchgehend glatte Schnittfläche
  • Hochgenaue Abstandsführung zur Werkstückoberfläche nötig
  • Beeinträchtigung der Strahlstabilität beim Schneiden von Baustahl mit normalem Si- und P-Gehalt
  • Verminderung der Prozessstabilität beim Schneiden spiegelnder Werkstoff-oberflächen
  • Geringer Wirkungsgrad  (CO2-Laser max. 10 %)
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